Erstgespräch

Webflow, Framer, WordPress, Wix, Shopify: Welches System für welches Ziel

21.05.2026
5
min Lesezeit

Inhaltsverzeichnis

Wenn ein neues Projekt startet, ist die erste Frage selten Wie soll die Webseite aussehen, sondern Auf welchem System soll sie laufen. Webflow, Framer, WordPress, Wix, Shopify, dazu Headless-Lösungen. Es gibt nicht das beste System. Es gibt nur das System, das zu deinem Projekt passt.

Ich arbeite hauptsächlich mit Webflow. Aber ich habe Projekte abgelehnt, weil Webflow falsch gewesen wäre. Ich habe Kunden zu WordPress geschickt und Shop-Projekte konsequent zu Shopify gelenkt, wenn es um echte Skalierung ging.

Die sechs Systeme in der Kurzfassung

Webflow ist ein visueller Webseiten-Builder mit professionellem Anspruch. Stark in Design, Performance und SEO. Ideal für Marketing-Webseiten.

Framer kommt aus der Design-Ecke. Animationen und Übergänge sind die Stärke. Spannend für Brand-Webseiten und Portfolios.

WordPress ist das offene Schwergewicht. Riesiges Plugin-Ökosystem. Unschlagbar bei Mitgliederbereichen und mehrsprachigen Projekten.

Wix und Squarespace sind klassische Baukästen. Funktionieren für eine Mini-Visitenkarte. Stoßen bei ernsthaften Anforderungen schnell an Grenzen.

Shopify ist der Spezialist für Onlineshops. Eine dedizierte Ecommerce-Infrastruktur. Produkte, Warenkorb, Checkout, Zahlung, Versand, Steuern sind von Haus aus durchdacht und in vielen Tausend Shops täglich erprobt. Du bekommst eine sehr ausgereifte Plattform, dafür weniger Freiheit im klassischen Marketing-Bereich.

Headless-CMS bedeutet Inhalt getrennt von Darstellung. Sinnvoll für große Plattformen mit eigenem Entwicklungsteam.

Für wen welches System wirklich passt

Wenn du eine Marketing-Webseite mit Designanspruch brauchst, ist Webflow für die meisten meiner Kunden die erste Wahl. Wenn du eine animationslastige Brand-Webseite baust, lohnt sich Framer. Wenn du einen komplexen Mitgliederbereich oder Speziallosungen brauchst, ist WordPress häufig die ehrlichere Wahl. Wenn du einen Online-Shop mit echtem Skalierungsanspruch hast, also mehr als zehn Produkte, mehrere Zahlungsmethoden und Wachstumsambition, ist Shopify in den meisten Fällen die richtige Wahl. Der Checkout ist auf Conversion optimiert und in vielen Märkten der Standard. Du musst weder Warenkorb-Logik noch Zahlungsanbindung selbst bauen. Für kleinere Shops mit individuellen Produktanforderungen kann WooCommerce auf WordPress weiterhin die bessere Wahl sein. Wenn du eine einfache Mini-Visitenkarte brauchst, kann Wix funktionieren. Wenn du eine eigene Anwendung baust, ist Headless die richtige Richtung.

Was die Systeme über drei Jahre wirklich kosten

Eine professionelle Webflow-Webseite kostet im Bau zwischen 4.000 und 12.000 Euro, dazu Hosting und Wartung von etwa 700 bis 1.500 Euro pro Jahr. Eine professionelle WordPress-Webseite zwischen 3.000 und 15.000 Euro Bau, plus 600 bis 2.000 Euro pro Jahr Wartung. Eine Wix-Seite oft nur 200 bis 1.000 Euro Bau plus 300 bis 500 Euro pro Jahr Abo.

Ein Shopify-Shop skaliert mit der Plangröße. Basic-Plan rund 30 bis 40 Euro pro Monat, Standard-Plan ca. 100 bis 110 Euro pro Monat (meist gewählt), Plus-Plan ab 2.000 Euro pro Monat. Dazu kostenpflichtige Apps, ein Theme im Bereich 200 bis 400 Euro einmalig und bei Nicht-Nutzung von Shopify Payments Transaktionsgebühren von 1 bis 2 Prozent. Ein individuell gebautes Theme auf Shopify-Liquid liegt zwischen 5.000 und 15.000 Euro einmalig. Über drei Jahre kommst du bei einem ernsthaften Shop schnell auf 10.000 bis 25.000 Euro.

Eine Headless-Lösung startet realistisch bei 15.000 Euro im Bau. Mehr in Wie viel kostet eine professionelle Webseite wirklich und im direkten Vergleich Webflow oder WordPress.

Wo die Reise 2026 hingeht

KI-Funktionen werden in allen Systemen Standard. Framer hat in den letzten zwei Jahren stark aufgeholt. Für CMS-getriebene Webseiten bleibt Webflow trotzdem die stärkere Wahl. WordPress wird in seinen Nischen unverzichtbar bleiben. Shopify hat seine Position im Ecommerce weiter gefestigt und ist für die meisten ernsthaften Online-Shops der internationale Standard.

Meine ehrliche Position

Werkzeug folgt Projekt, nicht umgekehrt. Aktuell ist Webflow für die meisten Marketing-Webseiten die beste Wahl. Bei echten Shops greife ich zu Shopify, weil der Checkout den entscheidenden Unterschied macht. Wenn dein Bedarf anders ist, sage ich dir das offen. Den Kontakt findest du auf max-dreyer.com.

Häufig gestellte Fragen

Welches System rankt am besten bei Google?
Google rankt keine Systeme, sondern Webseiten. Entscheidend sind sauberer Code, schnelle Ladezeiten, gute Inhalte. Webflow und Framer liefern technisch eine sehr gute Grundlage, WordPress hängt stark vom Theme ab, Shopify ist im Shop-Bereich solide aufgestellt. Der größere Hebel liegt fast immer in der Strategie.
Kann ich später das System wechseln?
Ja, technisch ist das möglich, aber es ist immer Aufwand. Inhalte lassen sich exportieren, das Design muss neu gebaut werden, URLs müssen sauber umgeleitet werden. Ein Systemwechsel ist kein Drama, aber auch kein Knopfdruck.
Shopify oder Webflow Ecommerce für einen kleinen Shop?
Wenn dein Shop eher ein Anhängsel zur Marketing-Webseite ist, mit überschaubarem Sortiment und einfacher Logik, kann Webflow Ecommerce die einfachere Wahl sein. Wenn der Shop ein echter Vertriebskanal werden soll, würde ich von Anfang an zu Shopify raten. Der Shopify-Checkout ist auf Conversion optimiert, und ein späterer Wechsel ist immer aufwendiger als die richtige Entscheidung am Anfang.
Welches System ist am wartungsärmsten?
Webflow, Framer und Shopify sind am wartungsärmsten, weil sich der Anbieter um Updates, Sicherheit und Hosting kümmert. WordPress braucht regelmäßige Pflege, sonst entstehen Sicherheitslücken.
Wie zukunftssicher ist Webflow?
Webflow ist seit über zehn Jahren am Markt, wächst stabil und wird von Unternehmen jeder Größe genutzt. Falls du in fünf oder zehn Jahren wechseln willst, lassen sich Inhalte und Design exportieren.
Wie entscheidest du, was zu mir passt?
Im Erstgespräch klären wir, was deine Webseite leisten soll und ob du einen Shop brauchst. Aus diesen Punkten ergibt sich fast immer eine klare Empfehlung. Wenn Shopify oder etwas anderes besser zu dir passt, sage ich dir das offen.

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