Eine Webseite für einen Handwerksbetrieb funktioniert grundlegend anders als die für einen Coach, eine Kanzlei oder eine Agentur. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern im Verhalten der Besucher. Wer einen Handwerker sucht, hat ein konkretes Problem. Diese Menschen wollen nicht inspiriert werden, sie wollen schnell jemanden finden, dem sie vertrauen.
Was eine Handwerker-Webseite anders machen muss
Der wichtigste Punkt ist lokales SEO. Die Region gehört in den Titel, in die Überschriften und in die Texte. Vertrauen entsteht bei Handwerkern über Echtheit, nicht über Hochglanz. Die Anfrage-Hürde muss so niedrig wie möglich sein. Mobile-Tauglichkeit ist Pflicht, weil 60 bis 80 Prozent der Besucher vom Smartphone kommen.
Die sieben Bausteine, die jede Handwerker-Webseite braucht
Erstens ein klarer Region-Bezug, also Schreinerei in Hamburg-Alsterdorf. Zweitens eine klare Leistungsliste ohne Buzzwords. Drittens echte Projektbilder, mit Vorher-Nachher-Vergleichen. Viertens Bewertungen aus dem Google Business Profile. Fünftens eine klickbare Telefonnummer. Sechstens ein einfaches Anfrageformular mit maximal drei bis vier Feldern. Siebtens eine klare Aussage zur Verfügbarkeit.
Was Handwerker-Webseiten nicht brauchen
Stockfotos lachender Models in Anzügen. Buzzword-Texte wie Innovative Handwerkskunst auf höchstem Niveau. Große Hero-Videos, die auf dem Handy zehn Sekunden zum Laden brauchen. Komplizierte Navigationen mit zehn Menüpunkten.
Lokales SEO konkret umgesetzt
Der erste Schritt ist ein vollständig ausgefülltes Google Business Profile. Auf der Webseite gehört die Region in die H1, in die URL und in die Meta-Texte. Bewertungen sollten aktiv eingesammelt werden. Wichtig ist die NAP-Konsistenz. Mehr zum Thema in meinem Beitrag zu den SEO-Grundlagen für Selbstständige.
Bilder sind die halbe Miete
Es lohnt sich, einmal einen halben Tag in eigene Fotos zu investieren. Wichtig sind Bilder von echten Projekten, vom Team, vom Werkstattbereich. Vorher-Nachher-Vergleiche wirken besonders stark.
Was eine Handwerker-Webseite kostet
Eine solide kleine Seite liegt zwischen 3.000 und 6.000 Euro. Bei komplexerer Leistungsstruktur und CMS für Referenzen oder Blog/Magazin/Einblick-Beiträge zwischen 6.000 und 10.000 Euro. Wenn ein einziger größerer Auftrag 5.000 Euro bringt, reichen zwei bis drei Anfragen über die Webseite, um die Investition zu decken.
Die häufigsten Fehler
Der Klassiker ist die Webseite vom Schwiegersohn oder Neffen. Der zweite große Fehler ist die veraltete Webseite, die seit 2018 niemand mehr angefasst hat. Der dritte Fehler ist fehlende Mobile-Optimierung. Versteckte Kontaktdaten sind der vierte Klassiker.
Wenn du überlegst, deine Webseite neu zu machen
Wer eine Seite baut, die für eine Beratungsfirma passen würde, hilft dir nicht weiter. Wenn du gerade überlegst, ob sich eine neue Webseite für deinen Betrieb lohnt, melde dich über max-dreyer.com für ein kurzes Erstgespräch.


