Die Anfragen, die mich zu diesem Thema erreichen, klingen fast immer ähnlich. Jemand betreibt seit ein paar Jahren eine WordPress-Seite, und irgendetwas läuft nicht mehr rund. Die Ladezeiten sind langsamer geworden, ein wichtiges Plugin wird nicht mehr gepflegt, das Theme ist nicht mehr kompatibel oder die letzte Sicherheitslücke hat für einen unruhigen Abend gesorgt.
Meine ehrliche Antwort lautet: Manchmal ja, manchmal nein. Beide Systeme haben ihre Berechtigung. In diesem Beitrag versuche ich, dir die Kriterien an die Hand zu geben.
Woran du merkst, dass deine WordPress-Seite ein Problem hat
Typische Symptome sind ein Dashboard voller Update-Hinweise, ein Plugin-Stack mit fünfzehn oder zwanzig Erweiterungen, regelmäßige Wartungskosten und eine Webseite, die im PageSpeed-Test grenzwertige Werte liefert. Dazu kommt oft eine versteckte Abhängigkeit von einem Page Builder, einem Caching-Plugin und einem SEO-Plugin. Sobald ein Plugin nicht mehr gepflegt wird oder ein Update bricht, wird es schnell teuer.
Wann ein Wechsel zu Webflow Sinn ergibt
Die erste Konstellation ist die Wartungsmüdigkeit. Updates werden zentral von Webflow gepflegt, Sicherheitslücken im Plugin-Stack gibt es nicht. Die zweite ist eine klassische Marketing-Webseite ohne komplexe Funktionen. Genau dafür ist Webflow gebaut. Die dritte ist ein hoher Designanspruch in Kombination mit dem Wunsch nach schneller Performance. Die vierte ist ein Redesign, das ohnehin ansteht.
Wann du besser bei WordPress bleibst
Wenn du einen komplexen WooCommerce-Shop betreibst, ist Webflow Ecommerce dafür nicht das passende Werkzeug. Ähnlich ist es bei Mitgliederbereichen mit gestaffelten Rechten. Auch eine bestehende, gut gepflegte WordPress-Infrastruktur ist ein guter Grund zu bleiben. Und schließlich gibt es den Fall des Spezial-Plugins. Wenn du noch grundsätzlich zwischen den Systemen schwankst, habe ich den ausführlichen Vergleich in einem eigenen Beitrag aufgeschrieben: Webflow oder WordPress, was passt zu dir.
Was bei einer Migration konkret geplant werden muss
Der wichtigste Punkt sind die URLs und Weiterleitungen. Jede einzelne URL deiner alten Seite muss bekannt sein. Ohne saubere 301-Weiterleitungen verlierst du Google-Rankings und Backlinks. Der zweite Punkt sind die Inhalte selbst. Bei größeren Blogs lohnt sich ein Import über CSV in die Webflow-Collection. Der dritte Punkt ist SEO. Meta-Titel, Meta-Beschreibungen, strukturierte Daten, Sitemap, alles muss vor dem Livegang stimmen. Der vierte Punkt ist die Mehrsprachigkeit, falls deine Seite mehrsprachig ist.
Was eine Migration realistisch kostet und dauert
Für eine typische Unternehmensseite liegen die meisten Migrationsprojekte zwischen 5.000 und 15.000 Euro. Die Zeit liegt meistens zwischen drei und acht Wochen. Was die Spanne so groß macht, sind drei Faktoren: die Menge an Inhalten, ob du gleichzeitig ein Redesign machst, und die Sonderfälle wie Mitgliederbereiche oder spezielle Integrationen. Wann sich das wirklich rechnet, beschreibe ich im Beitrag Wann ein Webseiten-Redesign wirklich sinnvoll ist.
Die häufigsten Fehler bei Migrationen
Der erste sind vergessene oder unvollständige Weiterleitungen. Der zweite ist der unkritische Eins-zu-eins-Übertrag. Eine Migration ist die beste Gelegenheit, alte Inhalte zu überarbeiten oder zu löschen. Der dritte ist die fehlende Nachbetreuung. Eine Migration endet nicht mit dem Livegang.
Wie ich eine Migration konkret angehe
Ich starte mit einer Bestandsaufnahme. Dazu gehört ein vollständiges URL-Inventar. Im nächsten Schritt baue ich die neue Seite in Webflow auf. Parallel entsteht die Redirect-Map. Vor dem Livegang gibt es eine vollständige Qualitätsprüfung. Nach dem Umstellen der Domain begleite ich die Seite in den ersten Wochen.
Wenn du dir nicht sicher bist, ob ein Wechsel für deine Seite sinnvoll ist, mache ich gerne einen Migrations-Check. Melde dich einfach über max-dreyer.com.


